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  • Masterarbeits-Sinnkrise

    Warum bin ich gerade so demotiviert?
    Vor zwei Wochen hatte ich Angst, weil es nur noch etwas mehr als drei Monate waren bis zur Abgabe. Jetzt ist es Mitte Juni und ich habe noch mehr Angst – wirklich viel mehr habe ich allerdings nicht gemacht. Oder?
    Ich sehe nur die vergeudeten Stunden, aber nicht das, was ich tatsächlich tue. Ich sehe nur die Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, aber nicht die, die ich schon gelesen habe. Ich sehe nur die Archivmaterialien, die ich noch nicht durchgesehen habe – aber nicht die Kisten und Kisten und Ordner voller Material, die ich schon durchgesehen habe.
    Warum sehe ich immer nur das Negative?
    Ich bin darauf konditioniert, und das bedeutet, dass mir die Masterarbeit keinen Spass macht. Ich sitze da und ein konstanter Loop in meinem Kopf summt "Ich will nicht" vor sich hin. Willnichtwillnichtwillnicht.

    Aber eigentlich will ich doch.

    Ich glaube, die Aussicht, dieses Studium in weniger als 5 Monaten (inkl. Prüfungen) beendet zu haben, macht mir Angst. Unterbewusst. Ich weiss nicht, was ich mit mir anfangen soll. Leute fragen mich, wie es nachher weitergeht. Ich antworte mit derselben Antwort, die ich seit Jahren gebe: "Mal sehen. In meinem Bereich kann man viel machen, man darf sich nicht einschränken."

    Ich weiss nicht, was ich machen will. Ich halte mich für nicht qualifiziert für gar nichts. Ich glaube nicht, ich wäre eine gute Lehrerin. Ich glaube auf einmal, es würde mir gar keinen Spass machen – stehe ich aber vor Schülern wie in meinem Praktikum im April und Mai, dann macht's mir sehr viel Spass. Kaum bin ich aus dem Schulzimmer raus, denke ich, das bringt's doch nicht. Ich würde eh nie Lehrerin werden.

    Ich habe noch 2.5 Monate, und ich denke, ich hätte doch schon längst anfangen müssen mit Schreiben. Andere sind sicher schon viel weiter als ich, denke ich. Und blockiere mich dann selber. Ich will entweder perfekt sein – oder es gar nicht schaffen. Es gibt kein Dazwischen. Ironischerweise schaffe ich mir dadurch selber die Blockade, die mich dran hindert, perfekt zu sein.

    Irgendwie muss ich es hinkriegen, sanften Druck auf mich selber auszuüben und gleichzeitig meinen Spass an dieser Arbeit wiederzufinden. Ich habe nicht mehr viele Bücher zu lesen, jetzt geht es vor allem darum, Dinge zu ordnen, zu sortieren – und dann loszulegen.
    Im Endeffekt möchte ich schon gern eine richtig gute Note haben – aber das Ziel soll es nicht sein, auf eine gute Note hinzuarbeiten. Das Ziel ist es vor allem, diese Masterarbeit rechtzeitig abzugeben. Das Ziel ist es, fertig zu werden.

    Es spielen so viele Dinge hinein. Ich bräuchte Zeit. Zeit zum Reflektieren, Zeit zum Überlegen. Dinge, die nicht unbedingt mit dem Masterabschluss etwas zu tun haben, sondern eher mit meinem Leben, die dann aber gleichzeitig mein Unterbewusstseins-Chaos beeinflussen. Zukunftsplanung, die seit 3.5 Monaten auf einmal ganz neue Optionen beinhaltet. Wie, was, wo, wann..

    Ich wundere mich immer weniger, warum ich mich derzeit so fühle, wie ich mich fühle. Scheitern ist einfacher als einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Selbstsabotage.
    Nicht-Bloggen gehört übrigens dazu. Ich brüte seit Wochen über möglichen Themen für Blogeinträge. Ich brüte und brüte. Ich möchte berichten darüber, wie es mir geht, wie mein Leben läuft, mit der neuen Situation, mit meinem sehr neuen Beziehungsstatus. Ich brüte, setze mich dann aber doch nie hin, um zu schreiben.

    Man müsste ja über sich selber nachdenken. Man müsste ja anfangen, Lösungen zu suchen. Man müsste ja anfangen, zu reflektieren. Man könnte eventuell merken, dass einem Dinge mehr belasten, als man es zugeben möchte. Man könnte ja anfangen zu weinen.
    Ich glaube, im Moment "funktioniere" ich mehr, als ich es mir eingestehen wollte. Eine verkackte Ernährung und die sportliche Untätigkeit sind da nur zwei Symptome davon.

    Ich bin nicht unglücklich, nein. Aber ich glaube, ich habe Angst. Unterbewusst. Ich will nicht nachdenken müssen.

    Irgendwie hat dieser Blogeintrag auch keine innere Logik. Aber es tut gut, das hier einmal niederzuschreiben. Ich glaube, ich werde nach Hause gehen, anstatt hier weitere sinnlose Stunden in der Bibliothek zu vergeuden, bevor ich zur Arbeit gehe. Dann werde ich mich mit meinem Laptop hinsetzen und zu zwei anderen Themen Dinge niederschreiben. Vielleicht veröffentlichen, vielleicht nicht.

    Und ich werde planen. Hoffentlich dieses Mal realistisch.
    Ziele sind es:
    Die nächsten 2 Wochen durchplanen bezüglich Universität, eventueller sonstiger Events, Arbeit und Sport. VERNÜNFTIG durchplanen. Anstatt 4x die Woche Sport einplanen und dann doch nichts machen, plane ich lieber zweimal und gehe dann auch. Mit dem neuen Anmeldesystem für die Sportkurse muss ich mich auch noch auseinandersetzen.

    Let's do this.

  • Nachbarterror.

    Es ist 00.41 und ich sitze hier, dröhne mir die Ohren mit lauter Musik voll, weil ichs grad nicht mehr aushalte. Das Nachbarmonster hat wieder zugeschlagen. Und ich weiss langsma echt nicht mehr, was ich tun soll. Sie wäscht ständig noch nach Mitternacht - mein Zimmer befindet sich direkt über der Waschküche. Ich kann nicht schlafen, wenn diese Laute Maschine vor sich herdröhnt. Niemand wäscht so spät abends - ausser sie. Ich habe ihr vor 3 Wochen mal abends die Maschine abgestellt, weil ich erstens nicht wusste, wer da am Waschen war, und zweitens weil ich um 0.30 Uhr nicht mehr alle Nachbarn abklingeln gehe um nachzufragen, wer da noch am Waschen sei, und ob die Person bitte aufhören könne.
    Um 00.15 Uhr fängts wieder an zu waschen. Ich seufze, stehe auf, gehe runter und schalte die Maschine ab.
    10 Minuten später höre ich gefluche, Geschrei. Und höre, wie die Waschmaschine wieder angeht. Ich hätte nicht runtergehen sollen. Bin aber runtergegangen. Die Bitte, die Maschine doch wieder abzustellen, ich könne nicht schlafen, blieb mir zwischen den Lippen stecken. Ich kam überhaupt gar nicht zu Wort.
    Wütendes, angriffiges Geschrei, von wegen, sie arbeite 90 Stunden pro Woche, sie sei alleinerziehend eMutter, was ich mir eigentlich erlaube, die Maschine abzustellen. Ich sage, ich könne nicht schlafen. Sie sagt, gehts noch, wir wohnen an der Hauptstrasse, das sei doch auch total laut. Ich versuche ihr zu sagen, dass man das Dröhnen der Waschmaschinentrommel extrem deutlich hört direkt drüber. Sie sagt, sie müsse jetzt wegen mir noch 15 Minuten länger wachbleiben, und extra die 4 Stockwerke runter, und überhaupt, ich solle mir mal meinen und ihren Arsch anschauen, da merke man schon, wer immer 4 Stockwerke gehen müsse.
    Ich versuch nochmal und sage, dass es mir leid tut, ich hätte sie nicht in die Tonne treten wollen, ich könne einfach nur nicht schlafen, und das sei nervenzehrend.
    Ich solle mich gefälligst auch bei den anderen Nachbarn beschweren, immer sei alles voll, wenn sie wasche, blablabla.
    Ich sage ihr: Hey, wir können gern in einem ruhigen Moment mal drüber reden, ob sie an unserem Tag mal eine Wäsche reinmachen könne. Ich und meine Mitbewohnerin würden manchmal nicht die ganze Zeit "verbrauchen". Ich könne mir gut vorstellen, dass man hier eine Einigung finde.
    "Ja, aber nicht jetzt", keift sie.
    Dann kommt noch der andere Nachbar runter und fragt, was los ist, und dann dreht das Nachbarmonster ganz durch.

    Und jetzt bin ich hoch, ich hab sogar geweint vor dem Nachbar, weil ich das einfach nicht mehr aushalte. Das ist auch die Nachbarin, die manchmal stundenlang einfach Ausraster hat, und die ganze Nachbarschaft durchs offene Fenster terrorisiert, während sie ihre Familie zusammenschreit (darunter 1 behindertes Kind..)

    Jetzt schreit sie seit 15 Minuten in der Waschküche herum und führt die Auseinandersetzung, die wir hatten, einfach weiter - obwohl ich längst nicht mehr dort unten bin. In einer Lautstärke, die vermutlich bisher alle Nachbarn aufgeweckt hat, die noch geschlafen hatten. Und alle Kinder.

    Und jetzt sitze ich hier und tippe das, höre laute Musik, damit ich nicht hören muss, was sie vor sich herschreit, damit ich diese beknackte Waschmaschine nicht hören muss, und auch, damit ich nicht weiterweine. Ich bin überfordert mit dieser Situation.

    Ich bin mit meinem Latein echt am Ende. Ich habe versucht, zu deeskalieren, ich blieb möglichst ruhig, ich liess sogar die Beleidigung an mir vorbeigehen, aber ich weiss einfach nicht mehr weiter. Diese Frau ist total überfordert. Sie hat Ausraster, Zustände, sie beschimpft stundenlang ihre 2 Kinder und ihren Partner (?), teilweise spätabends oder frühmorgens, offenbar ist sie auch noch total überarbeitet von Familie und Job.

    Ich weiss echt nicht mehr, was ich tun soll. Ich kann aber einfach nicht mehr jeden Montag bis 1, 2 uhr wachbleiben, bloss weil diese dumme Waschmaschine umsverrecken laufen muss. Weil sie es sonst nicht hinkriegt.

    Ich muss morgen wohl vermutlich wirklich in den sauren Apfel beissen, und das tun, was ich bisher immer vor mir hingeschoben habe: Die Verwaltung mit einer Beschwerde konfrontieren. Sagen, dass das so nicht geht. Dass diese Frau einfach seit ein paar Monaten, seit sie hier eingezogen ist, ständig gegen alle Regeln des gemeinsamen Zusammenlebens  verstösst und das in ziemlich drastischer Weise. Ich mein, ja - Wir leben in einem Quartier mit viel Lärm, mit einer Hauptstrasse, mit Zügen, die ständig durchfahren mit vielen lebelustigen und lauten Ausländern, mit Bars und Pubs und ihrem Publikum und mit Junkies, die manchmal ums Haus streichen. Ich bin weiss gott nicht empfindlich.
    Und langsam ist meine Geduld am Ende. 7 Jahre, nachdem ich hier eingezogen bin. Und daran ist SIE schuld. Nur sie.

    Mein Tag morgen ist jetzt schon verhauen.

    Ach kacke.

    Aktuelles Update: Ich hab heute morgen die Hausverwaltung angerufen und die Sekretärin des Herrn B., der für uns zuständig ist, 4 Minuten lang die Lage geschildert. Obwohl ich nicht mal den Namen der Nachbarin weiss, wusste sie, wen ich mein'. Und sie versprach mir, dass sie es weiterleitet und dass man alle Hebel in Bewegung setzt, da mal etwas zu machen. Und ich solle das nächste Mal auch mal die Polizei rufen.

  • Mühsame Motivation

    Kann das mal aufhören, alles so unglaublich mühsam zu sein?

    Ich befinde mich in einer der schlimmsten Motivationskrisen seit langem. Nicht, dass ich diese Motivationskrisen nicht kennen würde, nein.. Sie kamen in den letzten Jahren echt zu oft vor. Aber im Moment scheitern gerade sämtliche Strategien, um diese Motivationslosigkeit, diese Antriebslosigkeit zu bekämpfen.
    Ich gehe an die Uni - Die Arbeitsumgebung ist also gegeben.
    Ich bin organisiert - Ich habe alles da, es gibt keine Hindernisse, ich habe auch Alternativmöglichkeiten, muss mich zb. nicht an nur ein Buch halten.

    Ich dachte auch, vielleicht lags daran, dass ich die letzten 14 Tage weniger Sport gemacht habe als üblich. Da kann ja manchmal die Laune sinken. Diese Woche: Mittwochs Yoga, Donnerstags Kraft, heute wieder Yoga - ich bin antriebslos wie die letzten 10 Tage.

    Die Anmeldung zum Master ist eingereicht und wurde bestätigt - also ist auch die Unsicherheit beendet, die ich im Monat Januar und Februar zeitweise hatte und die mich genervt hat.
    Für mein Lehrgangdiplom habe ich gestern auch das letzte Praktikum vermittelt bekommen - auch diese Unsicherheit ist vorbei.

    Und doch sitze ich da, und kann und kann nicht anfangen. Alle die kleinen und grossen Tricks scheitern im Moment grad so dermassen übelst, dass ich etwas ratlos bin. Und das schlägt mir auch auf die Laune, ich fühle mich mies, ich fühle mich nicht gut. Und das führt zu weiterer Motivationslosigkeit.
    Ich sitze stundenlang nur dumm vor dem Computer, tippsle ein wenig auf Facebook, lese crappige Artikel oder Websites, und tue.. Nichts. Ich mach nicht mal Zeugs abseits von dem Unikram, den ich zu tun hätte. Gestern habe ich mich aufgerafft, eine Kochbuchrezension zu verfassen. Das war auch die erste in zwei oder drei Monaten. Ich habe seit mehr als einem Jahr meine Fantasygeschichte nicht mehr weitergeschrieben. Ich habe gestern erst die PH-Mailadresse abgerufen, in der seit 2 Wochen wichtige Emails rumlagen. Ich habe gestern erst Einzahlungen gemacht, die teilweise seit Wochen bereit liegen. Ich habe erst diese Woche mal wieder Rezepte ausprobiert, 3 Wochen lang habe ich nichts neues nachgekocht.
    All das illustriert nur, dass das gerade ein sehr schlimmer Kampf gegen mich selber ist. Ich fühle mich bei fast nichts mehr wohl, alles ist ein "müssen", nichts ist ein "dürfen"..

    Es gibt noch Dinge, die ich tun könnte. Ich könnte wieder mal HabitRPG benutzen. Ich könnte den Riesenberg an Arbeit, den ich vor mir habe, versuchen in kleinere Einheiten herunterzubrechen, ich könnte anfangen, mir einen Wochen- oder Monatsplan zu verfassen, oder eine Art To-Do-Liste.
    Ich hab nicht mal dazu Motivation.

    Ich fänds echt geil, wenn das jetzt mal aufhören würde. Es ist ja nicht so, als hätte ich das nicht oft genug, solche Motivationslöcher. Aber in so einem unglaublichen Loch habe ich mich echt schon lange nicht mehr befunden. Und es schlägt mir auf die Psyche.
    Ich bin ein wenig ratlos.

  • Entrümpeln. Meine Fresse. (Ding 4 - 10)

    Meine Fresse - was sich alles ansammelt, wenn man mal richtig aufräumt. Oder eher - wenn man mal in die tiefen geht, und überlegt, ob man gewisse Dinge wirklich noch braucht, oder ob sie einfach sentimental Staub ansammeln, weil man Erinnerungen mit diesem Ding verbindet, die teilweise sehr lange her sind und in die Kindheit zurückreichen..

    Achtung, Kitsch incoming.

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    Irgendwann in meiner Handarbeits-Karriere im Töpfern im Gymnasium mal hergestellt: Ein "Blue Dog" - Maskottchen eines Klamottenladens. Ich weiss nicht mal mehr, obs den Laden noch gibt. Ich war nie drin, fand das Ding aber cool.
    Und jetzt setzt das Teil seit Jahren Staub an.
    Wird vermutlich verschenkt.

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    Kitsch-Bilderrahmen, besitze ich seit vermutlich ewig, irgendwann in der Kindheit mal bekommen - tippe auf meine Tante. Setzt auch nur Staub an. Und gefällt mir überhaupt nicht mehr.
    Wird verschenkt.
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    Noch das "Jüngste" in der Sammlung - Rote Dekosterne. Meine Sportkollegin hat sie mir gegeben, ich dachte, vielleicht brauch ich sie. Aber wie ich mich kenne, liegen die eh nur dumm rum. Weg damit.

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    Zwei Plüsch-Schlüsselanhänger. Noch so Kindheitsgeschenke. Keine Ahnung mehr, woher ich die habe - Brauchen tue ich sie auf jeden Fall nicht. Und da sie auch nur seit 10 Jahren Staub ansetzen.. Weg damit.

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    Der zweite "Töpfer"-Unfall - ein Riesenkrug, den man nicht benutzen kann, weil er unten einen Riss hat.
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    Plüschtieralarm - Vergammelt im Schrank, ein Plüsch-Meerschweinchen. Im Gegensatz zu zwei anderen Plüschtieren hat dieses Ding hier keinen sentimentalen Wert, weil ich dieses Ding irgendwie gekauft hab, als ich vor 3 Jahren mal bei IKEA war. Also - Weg damit.

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    Mini-Teppich mit einem Drachen drauf. Ich liebe Drachen, und ich liebte als Kind solchen Kitsch. Das Teppichding vergammelt aber nur noch im Schrank seit ich eine eigene Wohnung habe. Und ich weiss, ich würde es auch nie wieder aufhängen.
    Weg damit.

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    Kitschigster Kitsch vom Feinsten - Als ich 8 Jahre alt war, oder 9, stand ich eine Weile mal auf "Teppiche knüpfen". Ja, es gab so Sets zum Selbermachen. Dieses hier hat tatsächlich meine Tante geknüpft. Lange hing dieser endhässliche Vogel an meiner Teenager-Zimmerwand. Ich muss lachen, wenn ich dieses potthässliche Teil sehe.

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    Als die Tankstelle zuging, hab ich mich noch ein bisschen an dem ganzen Merchandise-Kram bedient, der teilweise seit Jahren im Keller-Lager lagerte. Unter anderem habe ich von diesen aufblasbaren Sesseln ein paar eingepackt.
    Losgeworden bin ich sie seither nicht - und so habe ich 3 orangene und 4 weisse aufblasbare Sessel zu verschenken.

    In der Gruppe "Verschenkkreis Luzern" auf Facebook werden sich sicher ein paar Leute drüber freuen.

    Das war erst der Anfang. Ich finde es gruselig, wieviele Sachen auftauchen, wenn man mal ein wenig tiefer gräbt. Und ehrlich gesagt habe ich ein wenig Schiss davor, noch tiefer zu graben. Aber Material gibts vermutlich viel. Ich muss mir auch überlegen, wieviele Erinnerungen, wieviele Dinge ich wirklich noch behalten möchte.
    More to come.

    Was war das Absurdeste in dieser "Sammlung", was meint ihr? Und welche absurden Dinge habt ihr schon zu lange aufbewahrt?

  • Ich will auch mal Entrümpeln. (Ding 1-3)

    Ryansmilla entrümpelt wie eine Wilde. Ich hab beschlossen, ich will es ihr ganz dreistfrech nachmachen und sie kopieren. So!

    Und ja, es ist Prokrastination und es ist Ablenken von gewissen Dingen, aber vielleicht ist das ja auch ganz gut so. Vielleicht dazu später was. Und ja, da kommt auch noch das Bild mit der Kette. Ich habs nur grad auf dem grossen PC und ich hocke am Laptop und.. ganz bestimmt. Heute Abend. Versprochen.

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    Winterstiefel, ca. Grösse 41. Gekauft hab ich die, nachdem ich mein Sprunggelenk gebrochen hatte und STiefel brauchte, die mir meinen Fuss besser stützen, nachdem der "Gips" (bzw. es war so ein Dranmach- und wegnehm-Teil) wieder weg war. Mein Knöchel war auch noch deutlich dicker, deswegen habe ich reingepasst. Heute sind mir die Stiefel einfach nur viel zu gross. Und zu schlotterig.
    Wird über die Facebookseite "Verschenkkreis Luzern" verschenkt, genau wie die anderen 3 Sachen.
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    Diese Haarfarbe hat mir meine Freundin geschenkt. Sie selber wiederum hat sie von einer Freundin, die ein Auslandssemester macht, und ausgemistet hat. Mir ist die Farbe zu dunkel, ich hab meine Favoriten. So hab ich jetzt beschlossen, sie wegzugeben (statt wegzuschmeissen).
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    Von diesen dingern hab ich gleich 2 zu verschenken. Das waren mal Werbegeschenke. Shopper von Mövenpick. Wir hatten unmengen solches Merchandisezeugs an der alten Tankstelle. Ich hab mal ein paar Sachen mitgenommen, aber irgendwie will die keiner haben, also verschenk ichs jetzt. Ich selber kann sie auch nicht gebrauchen.

    Keine Ahnung, ob ich das noch weiterziehe mit dem Ausrümpeln. Ich glaube, ich will auch nicht unbedingt jeden Tag ausmisten. Aber irgendwie wärs schon ganz sinnvoll. Die Vorratschallenge läuft ja aktuell auch ganz gut, da könnte man auch sonst etwas entrümpeln.

  • Vegane Stolperfallen - und solche, die es nicht sind (Information)

    (Dieser Post ist bestimmt zur Facebook-Externen Verlinkung dieser Informationen)

    KEINE Stolperfallen:

    Milchsäure: Milchsäure ist eine irreführende Bezeichnung für eine Säure, die sowohl in der Milch, aber eben auch in vielen verschiedenen Lebensmitteln vorkommt, namentlich vor allem in fermentierten Produkten, wie beispielsweise Sauerkraut. Milchsäure heisst so, weil sie in den Anfangsjahren der Chemie vor allem in der Milch entdeckt wurde. Milchsäure ist trotz des irreführenden Namens in den meisten Fällen vegan, weil es einfacher ist, Milchsäure von Bakterien in grosser Menge zu produzieren, als sie beispielsweise aus der Milch zu mühsam zu extrahieren.
    Weitere Infos zur Milchsäure: http://de.wikipedia.org/wiki/Milchs%C3%A4ure
    http://www.peta2.de/web/veganemythen.1460.html

    Dasselbe gilt übrigens für Taurin: Taurin wird heutzutage nur noch synthetisch hergestellt. Die Extraktion aus dem lebenden Tier (Bulle) lohnt sich weder finanziell noch ist es ergiebig.

    Kann Spuren von X enthalten/Enthält Spuren von X
    Diese Formulierung ist ein Hinweis für Allergiker, die bereits auf kleinste Verunreinigungen mit einem betreffenden Allergen reagieren. Grad bei Nussallergien können schon sehr kleine Verunreinigungen von 1ppm (parts per million) dazu führen, dass ein allergischer Schock eintritt.
    Für uns Veganer sind solche Hinweise Angaben, dass ein Stoff X in der Rezeptur eines Produkts nicht vorkommt. "Kann Spuren von Milch" enthalten bedeutet, dass das Produkt frei von Milch ist. Sämtliche veganen Organisationen inklusive PETA gehen bei so gelabelten Produkten nicht davon aus, dass dieser Hinweis ein Produkt generell unvegan mache.
    Weitere Infos zu "Spuren von" und wie sie zustande kommen: http://vollvegan.blogspot.ch/2012/10/die-sache-mit-dem-spuren-aufdruck.html

    Kakaobutter: Mit "Butter" ist in diesem Falle das Fett der Kakaobohne gemeint. Mit Butter aus der Milch hat dieses Fett nur den Namen gleich. Kakaobutter ist rein pflanzlich. Siehe http://www.peta2.de/web/veganemythen.1460.html

    Tierknochen im Zucker? Biberextrakte in Aromen? Genmodifizies Soja in der EU?
    Immer wieder kommen Gerüchte auf, die so auf die EU bzw. auch auf die Schweiz nicht zutreffen. So trifft es weder zu, dass mit Tierkohle gefärbter raffinierter Zucker noch Aromen aus "Bibergeil" (Biberhormon) in der EU zugelassen sind. Raffnierter Zucker kann in der EU also ohne Bedenken gekauft werden. Aromen können durchaus unvegan sein, aber sie stammen zumindest in der EU nie aus der Analdrüse des Bibers.
    Ebenso ist es nicht korrekt, dass Genmodifiziertes Soja in der EU für den menschlichen Verzehr zugelassen sei. Nachhaltig korrekt kauft man am besten Bio-Tofu aus regionaler mitteleuropäischer Herstellung.
    Zu Argumenten gegen und für den Anbau von Genveränderten Organismen sei dem aufmerksamen Leser noch dieser Artikel nahegelegt: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/02/zerstort-die-forschung-nicht-wissenschaftler-apellieren-an-gentechnikgegner/

    Label "Vegetarisch" kann nicht vegan sein?
    Sehr oft finden aufmerksame Veganer (gerade im deutschen Raum) Produkte, die mit vegetarisch angeschrieben sind, die aber von der Zutatenliste her vegan sind und wundern sich dann darüber, warum das Produkt nicht als vegan gekennzeichnet wird. Hierzu lässt sich sagen: Ein Label "vegetarisch" bedeutet nicht unbedingt, dass ein Produkt nicht auch vegan sein kann. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Hersteller nicht "vegan" draufschreibt. Er kann Zertifikationskosten sparen wollen, er kann sich Kundschaft nicht vergraueln wollen, oder er will einfach auf Nummer sicher gehen. Wer aufmerksam Zutatenlisten liest, kann durchaus auch unter "vegetarischen" Dingen interessante vegane Lebensmittel entdecken. Wer auf Nummer sicher gehen will, schreibt eine Produktanfrage an den Hersteller.

    Stolperfallen

    Gelatineklärung bei Essigen, Weinen und Fruchtsäften
    Essige, Weine und Fruchtsäfte werden in den meisten Fällen geklärt, damit sie nicht "trüb" sind. (Logische Ausnahme: Naturtrübe Säfte). Dies geschieht sehr oft mit Gelatine. Leider müssen Hersteller diese Gelatineklärung bisher nicht deklarieren, da von der Gelatine im Endprodukt nichts übrig beibt. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt Produkte mit der Veganblume und/oder fragt beim Hersteller mit einer Produktanfrage nach.

    E120 und andere E-Nummern
    E120 ist die E-Nummernbezeichnung für Karmin. Karmin wird aus Läusen gewonnen und ist somit unvegan. Das ist mitunter die häufigste Stolperfalle im Bereich der E-Nummern, da dieser Farbstoff in sehr vielen rot oder rötlich eingefärbten Dingen, vor allem Süssigkeiten, vorkommt. Ein Beispiel dafür wären die allbekannten "Skittles".
    Weitere E-Nummern, die tierisch sein können (aber nicht sein müssen): http://www.food-info.net/de/qa/qa-fi45.htm

    Perlmuttknöpfe und Lederpatches an Jeans
    Jeans an sich sind vegan, viele vergessen aber, dass an den meisten Jeans Lederpatches angenäht sind. Auch Perlmuttknöpfe können die an und für sich vegane Baumwollkleidung unvegan machen.

    Vitamin D (Margarine usw.)
    Vitamin D, welches oft Fruchtsäften oder Margarinen zugegeben wird, wird in den meisten Fällen aus tierischer Herkunft, genauer aus dem Wollfett von Schafen gewonnen. Am besten hält man sich an als vegan deklarierte Produkte oder klärt die genaue Herstellung des verwendeten Vitamin Ds mit einer Produktanfrage beim Hersteller ab.
    Dasselbe gilt auch für Vitamin-D-Präparate aus dem normalen Handel. Weitere Infos: http://www.vit-d.info/presse/vitamin-d-versorgung-fur-veganer-und-vegetarier/

    Gewachste Äpfel
    Äpfel oder andere Früchte, wie zb. Clementinen, können mit Schellack gewachst sein (für mehr Glanz). Schellack ist unvegan, weil es aus Lackschildläusen hergestellt wird. Manchmal werden Früchte auch mit "Carnaubawachs" gewachst. Dieser wiederum stammt aus einer Pflanze und ist akzeptabel. Auch hier hilft eine Produktanfrage.

    Unvegane Kosmetikinhaltsstoffe
    Die lateinische Angabe von kosmetischen Inhaltsstoffen macht es für einen Anfänger sehr schwer, unveganes zu erkennen. Folgende Begriffe deuten auf unvegane Inhaltsstoffe hin: Cera Alba (Biennenwachs), Lanolin (Wollfett), Casein (Milcheiweiss), Mel (Honig), Carmin/Karmin (E120- Karmin), Kerratin, Kollagen, Propolis, Shellac
    Ausführliche Liste bei Erbse: http://www.kosmetik-vegan.de/erbse/kosmetische-inhaltsstoffe-fuer-die-hosentasche/
    Anlaufstelle für vegane Kosmetik kann auch die Gruppe "Vegan Beauties" auf Facebook sein.

    Asiatisch "vegetarisch"
    In gewissen asiatischen Gegenden wird "Fischsosse" als normales Gewürz angesehen und regelmässig in der Küche gebraucht wie bei uns Brühenpulver. Zum Verfeinern von eigentlich allem. Leider geht die Interpretation soweit, dass Fischsosse auch in vegetarischen Gerichten verwendet werden kann. Mittlerweile setzt sich bei vielen asiatischen Restaurants ein Umdenken ein. Dennoch sollte man immer vorsichtig sein und nachfragen.

  • Ich bin Charlie / Je suis Charlie

    Ich versuche seit geraumer Zeit, nicht zu pessimistisch zu sein über die Welt, über die Dinge, die passieren. Ich versuche, so optimistisch zu denken wie möglich. Versuche, nicht nur in Schwarz-Weiss zu denken. Dinge können sich ändern. Dinge können zum besseren gewendet werden. Die Welt ist nicht so dunkel, wie sie manchmal aussieht.
    Ich versuche optimistisch zu sein.
    Heute fällt es mir gerade sehr, sehr schwer.

  • Selbsternannte Ernährungsexperten und ungefragte Meinungsäusserungen ... Please, don't do this..

    Warum trifft es eigentlich so oft zu, dass diejenigen Personen, die sich selber am ungesündesten ernähren, meinen, sie können einer anderen Person Ratschläge geben?
    Das passiert nämlich nicht nur, wenn es um den Veganismus geht. Dieses Problem kenne ich vor allem, wenn es darum geht, was man essen sollte und was nicht, um abzunehmen beziehungsweise nicht zuzunehmen.

    Jüngstes Beispiel: Ich habe gestern an meiner Tankstelle gearbeitet. Ich wage von mir zu behaupten, ich bin eine der Angstellten dort, die sich am gesündesten ernähren (Vegan, viel Gemüse, viele Früchte, immer selbstgekocht, selten einmal Oreo-Kekse, ab und zu ein Softdrink.) Ich habe zudem in den letzten 3 Jahren 50 Kilogramm abgenommen, in dem ich der Ernährungsweise nach Weight Watchers gefolgt bin.
    Die Kollegin, um die es geht, weiss um meine Abnahme. Sie hat mich stark übergewichtig kennengelernt. Vor 3 Monaten kam sie zurück und wurde wieder angestellt, und kennt mich nun auch so, wie ich jetzt bin (noch immer 15kg schwerer als Durchschnitt, aber bei weitem nicht mehr stark adipös.) Sie hatte gestern den ganzen Tag nichts gegessen (aus Sorge um Papi im KH), sie rauchtgenerell extrem viel, wenn sie an der Tankstelle etwas isst, dann immer etwas ungesundes (zb. Flammkuchen aus dem Kühler oder Fertiggerichte). Sie hat keine Ahnung von Ernährungsphysiologie, von den einzelnen Bestandteilen von Lebensmitteln, von der Bedeutung von Stärke, Zucker, Eiweiss usw.

    Situation: Ich kaufe abends um 21 Uhr, bevor ich heimgehe, noch rasch ein Netz Orangen und erzähle ihr smalltalkend, dass ich am ABend noch Yoga machen werde, und danach die Orangen in einem Smoothie mit Banane und Kiwi verwerten werde.

    Erster Satz: "Wow, das ist ja mega gesund".
    Zweiter Satz: "Aber das ist doch total schwer verdaulich."
    Ich lächle und sage, dass Fructose beziehungsweise Früchte etwas sind, was generell sehr einfach verdaulich ist, und im übrigen hätte ich sowieso einen sehr gut verdauenden Magen.
    Dritter Satz: "Aber du solltest am Abend keine Früchte essen. Die gehen total schnell ins Blut. Die hängen an."
    Ich starre sie nur an, und überlege mir, ob sie gemerkt hat, wie absurd ihre Aussage 3 im Vergleich zur Aussage 2 ist. Sind Früchte nun schwer verdaulich oder einfach verdaulich? Ich erwidere, dass es nicht erwiesen sei, dass Essen am Abend dicker macht als Essen am morgen.Es käme auf die Gesamtkalorienzahl an. Und wenn überhaupt - Früchte seien das letzte, was dick macht.
    Sie sagt, das stimme nicht, das sei ihr letztens wieder gesagt worden. Früchte seien reiner Zucker, das hänge an.
    Ich habs nochmal mit einer wissenschaftlichen Erklärung versucht, aber sie war schon nicht mehr interessiert. Also hab ich gesagt: "Im übrigen - jeder Körper ist anders. Ich ernähre mich generell sehr gesund. Wenn ich von etwas zunehme, dann von Keksen und Schokolade, nicht von Früchten. Ich habe 50kg abgenommen, und teilweise meine Abendmahlzeiten um 22 Uhr gehabt."
    Sie guckt kurz auf und nickt abwesend.
    Ich seufze und fasse mir ein Herz: "Ich möchte dich nicht angreifen, M., aber ich finde es nicht korrekt, wenn Leute mir Ratschläge geben, oder Wissen aufdrängen, wie ich abzunehmen habe oder was ich vermeiden solle, um zuzunehmen. Ich denke, nach 50kg Abnahme weiss ich, wie es geht und vor allem, wie es für mich geht. Ich wäre froh, würdest du sowas zu mir nicht mehr sagen."
    Antwort: "Ja, okay."

    Ich hasse es. Ich hasse es so sehr, diese Belehrungen, diese Besserwisserei, dieses Aufdrängen von Lehrmeinungen. Das ist nicht das erste Beispiel, aber eines der Schlimmeren von der Sorte. Es gibt und gab Leute, die mir zur 40, 50-kg-Abnahme gratuliert haben und danach gesagt haben: "Aber du solltest unbedingt Kohlenhydrate weglassen. Nur damit nimmt man ab." Wohlgemerkt: NACHDEM ich schon 30, 40 oder gar 50kg abgenommen hatte. Mit Kohlenhydraten. Mit vielen Kohlenhydraten.
    Nicht nur Veganer kämpfen mit unliebsamen Ratschlägen. Wenn es um die Ernährung geht, hat offenbar ein Grossteil der Leute das Gefühl, sie können sich zu verdammten Experten hochschwingen, obwohl sie keine Ahnung haben. Keine Ahnung von der Materie, keine Ahnung vom Anwenden der Materie, oder auch keine Ahnung und keinen Respekt von/vor der Person, die vor ihnen steht. Zum Kotzen sowas.

    Just don't do this. Vor allem nicht, wenn du selber keine einigermassen gesunde Ernährung praktizierst.

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    Bei Kollegin M. handelt es sich übrigens um die Kollegin, die in diesem Blog bereits mehrmals Thema war, allerdings so ums Jahr 2010 herum. HIER habe ich einmal über sie geschrieben. Sie hat mich verachtet dafür, dass ich dort noch stark übergewichtig war - und jetzt, auf einmal bin ich eine Instanz in sachen ernährung. Aber auch nicht immer.

    Meine Kollegin M. ist nicht mal besonders dünn. Sie hat sicher auch 5-10kg zuviel. M. fragt mich auch ständig: "Miriam, was soll ich essen?". Ich gebe ihr Ratschläge und versuche zu überlegen, was von unserem begrenzten Angebot an der Tankstelle am gesündesten wäre. Ich sage es ihr. Sie frisst ihren fucking Flammkuchen.
    Sie fragt mich auch, wie ich denn soviel abgenommen habe, und wie sie abnehmen könnte. Ich gebe ihr Ratschläge. Sie frisst ihren fucking Flammkuchen..
    Ich biete ihr auch oft Reste meines Essens an. Gestern zb. ein Grüne-Bohnen-Borlottibohnensalat mit Tomaten und leichtem, fast ölfreiem Dressing. Superlecker. Sie rümpft nur die Nase und sagt, es sei zu gesund..

  • Doing Yoga - Septemberchallenge

    Meine eigene kleine Challenge läuft und läuft und läuft.. Was für eine Challenge?
    Diese Woche fing das Semester wieder an. Und mit dem Semester starteten die Uni-Sportkurse auch wieder regulärer. Mit dabei? Yoga am Mittwochnachmittag, mit meiner Lieblingsyogalehrerein Gabriela. Das letzte Mal war ich Anfang Juni dabei, über die Sommerferien gab es 6 Wochen gar keine Sportkurse und generell weniger Kurse im Ferientraining. Ich wollte nicht alles verlieren, was ich im Frühlingssemester erreicht habe. Aus diesem Grund habe ich einen Hatha-Yoga-Kurs bei der lokalen Migros-Klubschule gebucht. Aus diesem Grund habe ich vor allem im August immer mal wieder ein Yogavideo aus dem Internet durchgeturnt.
    Und jetzt diese Challenge...Fragt mich nicht, wie ich auf die seltsame Idee kam, aber - im September, so hatte ich mir vorgenommen, wollte ich an sechs von sieben Tagen Yoga machen (mit vier Jokertagen). Gestartet bin ich am 2. September - ein erster "Joker" fiel also bereits auf den 1. September. Ein zweiter Joker setzte ich am 14. September ein, da ich nach drei Arbeitsschichten zu müde war. Am 15. gabs statt Yoga Pilates. Aber die anderen Tage?
    Yogayogayoga..

    Die beste Idee überhaupt war es, mich vorzuwagen und folgendes Buch zu kaufen: "Yoga-Workouts gestalten" von Mark Stephens. Auch wenn sich das Buch vornehmlich an Yogalehrer richtet, finden hier interessierte Yogaschüler auch sehr viel Input und Asana-Abfolgen zum Zuhauseüben für alle möglichen Schwierigkeitsgrade, Lebenssituationen und körperlichen Probleme. Der Theorieteil des Buches enthält zudem erstaunlich wenig spirituell angehauchte Lehre und wissenschaftlicher Nonsense, im Gegenteil. Der Autor scheint sehr viel von Muskeln zu verstehen, von ihrer Wirkung, ihren Gegensätzlichen Paaren, vom Aufwärmen und Dehnen. Er weist auch darauf hin, was man falsch machen kann, wie man Verletzungen vermeidet, und so weiter, und hat keine Scheu, mittels Fussnoten wissenschaftliche Studien und andere Bücher anzugeben. Natürlich kommen auch Dinge wie Chakren vor, aber im Kontext des restlichen Theorieteils kann man das vernachlässigen. Ich habe da schon weitaus mühseligere Yogabücher überflogen. Das Buch ist auch deswegen interessant, weil es im Anhang eine Serie von Asana-Beschreibungen mit Fotografien gibt. Neben den illustrierten Asanas mit ihrem Originalnamen und der dt. Übersetzung wird bei jedem Asana auch beschrieben, welche Muskelgruppen "stabil" sein müssen, und welche Bewegungen bzw. Gelenke "offen" sein müssen, also was man zuvor schon gedehnt und eingewärmt haben sollte, um diese Position einzunehmen. Ebenso wird angegeben, welche Asanas einen Ausgleich zum präsentierten Asana schaffen. Die Ausgleichshaltungen sind offenbar eine wichtige Tradition im Yoga - es geht darum, dass man nicht einseitig trainiert, sondern zusammengehörige Muskelgruppen beachtet.

    Seit vorletzten Donnerstag habe ich bereits fast alle Asana-Folgen aus dem Anfängerteil durchgeschafft und es macht mir viel, viel mehr Spass, als wenn ich Yogavideos befolge. Ich habe die Möglichkeit, meinem eigenen Tempo zu entsprechen, mich auch auf meine Atmung zu konzentrieren ohne zu befürchten, ich bekomme einen Ausschnitt eines Videos nicht mit. Ich kann auch mal unterbrechen, um meine Katze rauszulassen (fragt nicht..), oder um einen Schluck Wasser zu trinken, um Luft zu holen, wenn ich mich zu sehr angestrengt habe. Ich kann die Pose länger halten, wenn ich sie als angenehm empfinde, ich kann sie abkürzen, wenn ich merke, ich bin dafür noch nicht beweglich oder stark genug, oder wenn ich temporär Verspannungen oder Schmerzen verspüre. Ich kann mich darin üben, mit meinem Atem in eine Stretchingposition weiter hineinzusinken, mit jedem Atemzug mehr und länger.
    Tatsächlich ist es so, dass ich mich fast jeden Tag darauf freue, abends Yoga zu machen. Ich wähle zwischen anstrengenden Routinen und leichteren, manchmal mache ich auch eine rein schwitz-lose entspannende Stretchingroutine, wo ich den Wert eher darauf lege, mich zu dehnen. Das ist vor allem an Tagen wie gestern sehr angenehm, wo ich den halben Tag in der Bibliothek sitze, und danach noch arbeiten gehe. Da muss ich mich nicht mehr gross anstrengen - und wäre dafür auch zu müde.

    Vorgestern war nun wieder Vinyasa Yoga im Uni-Sport-Kurs angesagt. Ich war gespannt darauf, wie sehr sich meine Beweglichkeit und Kondition im Vergleich zum Frühling verbessert haben. Ich hatte das subjektive Gefühl, bereits nach 10 Challenge-Übungstagen Yoga sehr viel stärker und ausdauernder geworden zu sein. Aber subjektive Einschätzungen sind immer subjektive Einschätzungen.
    Was soll ich sagen? Ich habe nur einmal ein Adho Mukha Svanasana (nach unten schauernder Hund) abbrechen müssen, und das war weitaus später als nach den Sonnengrüssen. Ich habe sämtliche Druchgänge des Sonnengrusses durchturnen können, ohne einmal innezuhalten, und bis auf eine Pose (Vasisthasana - Seitenstütz), mit der ich aufgrund Kraft und Beweglichkeit auf Kriegsfuss stehe, habe ich alles mitmachen können. Selbst diese Pose habe ich immerhin 3-5 Sekunden halten können auf jeder Seite.
    Ich merke, dass ich bei meiner eigenen Form von Training mehr Wert darauf lege, eine Position korrekt auszuführen, als sie grundsätzlich und schnell durchzuführen wie in meinen Vinyasa-Flow-Kursen. Der Vinyasa-Flow-Kurs hat meinen Puls rascher hochgejagt als mein eigenes Training. Spass gemacht hats dennoch auf jeden Fall. Und ich denke, es wird mir auch deutlich mehr Spass machen, jetzt, wo ich nochmal ein bisschen mehr kann, mehr vermag, mehr Ausdauer habe als noch vor den Sommerferien.

    Erkenntnisse aus meinem Yoga-Selbststudium ergeben sich einige.

    • Yoga trainiert nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch die Kraft.
    • Am angenehmsten ist Yoga mit Kerzen und Räucherstäbchen - Klischee inc!.
    • Kochbücher eignen sich nicht so gut als Stützen. Dazugekaufte Yogablöcke sind eine billige, aber gute Investition.
    • Yoga lehrt Geduld mit sich selber. Für mich ist es sehr schwer, mich nicht sofort in ein Asana zu zwingen, sondern langsam hineinzusinken, und den Muskeln die Möglichkeit zu geben, sich langsam in die Position hineinzustretchen.
    • Yoga ist gut für meine Stimmung - wie sämtlicher Sport.
    • Jeden Tag Yoga bedeutet, dass ich mehr schlafen müsste.
    • Yoga zeigt einem auf, wie ungleich der Körper eigentlich ist: Ich hatte schon vermutet, dass mein linkes Knie und meine linke Hüfte ein bisschen weniger beweglich sind als die rechte Seite. In Posen wie dem "Schmetterling" bzw. der "geschlossenen Winkelhaltung" (Baddha Konasana) merke ich dies deutlich.


    --> Das linke Knie befindet sich bei mir etwa eine Handbreit weiter oben als das rechte, welches wiederum fast auf dem Boden aufkommt. Es gibt noch weitere Posen, bei denen ich den Unterschied merke, bei dieser Pose allerdings ist er deutlich sichtbar. Mal sehen, wie lange es geht, bis ich rechts und links ähnlich beweglich bin. Den Unterschied führe ich übrigens darauf zurück, dass ich sehr gerne mit überschlagenem Bein dasitze. Über die Jahre hinweg muss ich mir wohl antrainiert haben, nur das rechte Bein zu überschlagen. Wenn ich versuche, links zu überschlagen, rutscht das Bein runter, weil es sich nicht selber halten kann, wie rechts. Und bequem ist es auch nicht, wie es rechts wäre. Total seltsam. :D

    Persönliche aktuelle Lieblings-posen (Asanas):

    Windmühle (Parivrtta Ardha Prasarita Padottanasana) - nein, ich kann die Namen nicht auswendig. ;)
    --> Stretching und aktive Entspannung zugleich. Ausserdem ist die Vorbeuge angenehm umkehrend für den Kopf.

    Windmill


    Baum (Vrksasana)

    --> Balance


    Ich komme mit den Füssen bei weitem noch nicht so hoch zur Hüfte, wie es das Model hier auf dem Bild schafft. Hier zeigt sich auch zumindest bei mir deutlich wieder der Unterschied zwischen linkem und rechtem Bein. Rechts geht es problemlos, links rutsche ich immer wieder ab. Der linke Fuss kriegt genausowenig natürlichen Halt wie der rechte - der rechte Fuss, bzw das rechte Bein mögen sich aber von alleine stabilisieren. Links rutsche ich weiter ab, bis ich beim Knie bin, oder die Balance ganz verliere. Dennoch finde ich dieses Asana sehr angenehm. Es ist fordernd, wegen der Balance. Manchmal merk ich allerdings, dass ich ein wenig zuviel Speck hab - die Füsse graben sich sehr unangenehm teilweise in den Oberschenkelspeck. Die Pose funktioniert auch überhaupt nicht, wenn man längere Hosen anhat, die keinen "Halt" geben.

    Ich habe noch weitere Posen, die ich gerne mache. Die zwei sind aber meine Lieblingspositionen. Vor allem die Windmühle - warum auch immer.

    "Hass"-Posen habe ich keine. Es gibt allerdings (Anfänger-)Asanas, bei denen ich deutlich merke, dass ich noch zu schwach bin, oder dass mein Speck mir im Weg ist, oder dass meine Beweglichkeit doch nicht so gut ist, wie ich dachte.

    Ein Beispiel dafür wäre Chaturanga Dandasana (Viergliedriger Stock). Die Pose ist elementarer Bestandteil der Sonnengruss-Varianten (Surya Namaskara) und entspricht eigentlich einer tiefen Liegestütz-Pose.


    Runter komme ich. Aber nicht soweit, wie es nötig wäre. Runter komme ich, aber dann kann ich mich nicht halten, um die nächste Position (Nach oben schauender Hund) einzunehmen. Meine Muskulatur ist zu schwach. Bisher mache ich die Modifkation (Beine auf den Boden, und danach die kleine Kobra), aber eines meiner nächsten Ziele ist es, Chaturanga Dandasana zu beherrschen, da diese Position so essentiell ist, selbst in Anfänger-Asana-Reihen.

    Ich übe mich in den nächsten Tagen weiter im Yoga und vertiefe mich in einem "neuen" Hobby - oder eher in einem verstärkten Hobby? Yoga mache ich ja schon seit Februar.

    Cheers!
    Rose

  • Zwischendurch was Schönes

    Zwischendurch was Schönes.

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    Schmuckshop im Bahnhof hatte Ausverkauf. 32 Franken für alles (ca 26. Euro). Saubillig und toll.

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